Grünes Licht im Stadtrat: Nürnberg bekommt seine erste Dürer-Ampel
Ein kleines Detail mit großer Symbolkraft: Mit einem SPD-Antrag wird Kunst im Nürnberger Alltag sichtbar – und der berühmte Dürer-Hase bald Teil des Stadtbilds.
Jetzt ist es offiziell: Nürnberg bekommt seine erste Dürer-Ampel. Der Werkausschuss des Servicebetriebs Öffentlicher Raum (SÖR) hat den Weg für ein Pilotprojekt an der Kreuzung Äußere Laufer Gasse / Hirschelgasse freigemacht. Damit setzt der Stadtrat eine Initiative der SPD-Stadtratsfraktion um.
Künftig zeigen dort ein roter sitzender und ein grüner springender Feldhase an, wann Fußgängerinnen und Fußgänger stehen bleiben oder gehen dürfen – angelehnt an Albrecht Dürers weltberühmtes Motiv.
Initiiert wurde das Projekt von SPD-Fraktionsvorsitzendem Dr. Nasser Ahmed. Für ihn ist die Dürer-Ampel mehr als nur ein nettes Detail im Straßenbild:
„Wir wollten Dürer im Alltag sichtbar machen – und genau das wird jetzt Realität. Was Bonn mit Beethoven und München mit dem Pumuckl kann, kann Nürnberg auch: kulturelle Identität selbstbewusst zeigen.“
Das Projekt ist als zeitlich befristeter Modellversuch angelegt und läuft bis Ende 2028. Damit passt es ideal zu Dürers 555. Geburtstag im Jahr 2026 und zum Dürer-Jahr 2028. Wichtig dabei: Die Maßnahme ist vollständig rückbaubar und verursacht keine laufenden Kosten. Für Herstellung, Einbau und späteren Rückbau der speziellen Ampelscheiben sind einmalig rund 4.500 Euro vorgesehen.
„Kultur gehört nicht nur ins Museum, sondern mitten ins Leben“, betont Nasser Ahmed. „Der Feldhase ist eines der bekanntesten Kunstwerke der Welt und gehört zu Nürnberg wie kaum ein anderes Motiv. Mit der Dürer-Ampel zeigen wir, dass Nürnberg eine selbstbewusste Kulturstadt ist.“
Unterstützung kam auch von Bürgermeister Christian Vogel, der für den Servicebetrieb Öffentlicher Raum zuständig ist. Er sieht in der Dürer-Ampel ein sichtbares Zeichen der Wertschätzung für Nürnbergs berühmtesten Sohn und einen gelungenen Beitrag zu den kommenden Jubiläumsjahren.
Viele Städte machen es längst vor und setzen im Alltag auf besondere Ampelmotive mit lokalem Bezug. Mit dem heutigen Beschluss reiht sich nun auch Nürnberg in diese Tradition ein.
„Der Beschluss zeigt: Nürnberg kann mehr – und Nürnberg traut sich mehr“, so Nasser Ahmed. „Das ist ein gutes Signal für unsere Stadt.“